Wie wir in der Pandemie ein Büro in Nigeria gründeten und was wir dort treiben

Im Nachhinein ist das schon etwas kurios: Wir haben uns nicht nur während der größten globalen Pandemie seit 100 Jahren gegründet – wir haben auch eine Niederlassung in Nigeria eröffnet. Wie es dazu kam? Eine ganz kurze Zusammenfassung: Ein Nigerianer, der mit Stipendium in der Jugend nach Russland kam und dort in VWL promoviert hat, ist kurz vor der Pandemie für seinen zweiten Doktortitel nach Wuppertal gezogen und tauchte einen Tag vor dem ersten Lockdown in der IT Brewery auf. Wenige Zeit später hat er einen 100 Seiten starken Businessplan vorgestellt, wie man mittelfristig in Nigeria Fuß fassen kann. Ein halbes Jahr später wurde der Mietvertrag für das Büro in Port Harcourt/Nigeria unterschrieben.

Klingt verrückt? Ist es auch. Und jetzt die lange Geschichte. Bode, gebürtiger Nigerianer, hat mit einem Stipendium in Russland VWL studiert und dort schließlich promoviert und Vorlesungen gehalten. Kurz bevor die COVID-19 Pandemie begann zog er nach Wuppertal, um einen zweiten Doktortitel in Deutschland zu erwerben. Dann begann so langsam die Pandemie. Die ersten Länder schlossen ihre Grenzen. Der Arbeitsmarkt wurde schlagartig straffer. Norman – der vorher in der IT-Compliance für Banken auf Projektbasis tätig war- machte aus der Not eine Tugend und gründete kurzer Hand die IT Brewery. Anfangs sollten nur zusätzliche Softwarelösungen für die Compliance entwickelt werden. Da er hier Unterstützung brauchte, schrieb er eine Werkstudentenstelle aus – und Bode meldete sich. Einen Tag vor Beginn des 1. Lockdowns trafen sich Norman und Bode in der Brewery. Bode brauchte kurzfristig einen Job und wollte etwas dazu lernen, da die Universität auf nicht-absehbare Zeit keine Vorlesungen anbieten würde.

So wurde Bode Angestellter 001 in der IT Brewery. Zu Beginn war natürlich nicht super viel zu tun – außerdem war ja Pandemie. Immer wieder erzählte Bode eher beiläufig, das Nigeria ein super interessanter Markt ist – nicht zuletzt für IT-Entwicklungen. Aus diesen groben, eher smalltalk-artigen Konversationen entwickelte sich in seinem Kopf eine Idee: warum nicht dem deutschen Fachkräftemangel – gerade in Sachen IT – mit einem Entwicklerbüro in Nigeria begegnen? Dort sind schließlich super viele junge, motivierte IT-Profis. Also setzte sich Bode hin und schrieb einen 100-Seitigen Businessplan, wie mittel-bis langfristig Geld mit der Idee zu verdienen ist. Lange Rede kurzer Sinn: Bode flog schließlich nach Nigeria und seit Dezember 2020 haben wir dort ein Büro.

Was Nigeria kann

Nigeria gehört mit über 200 Millionen Einwohnern und einem Durchschnittsalter von 17,8 Jahren zu einem der Länder mit sehr großem Potential. Es entwickelt sich langsam aber sicher zu einer stabilen Demokratie und hat sein BIP seit 1990 ( 54,05 Mrd. USD) bis 2020 (448,1 Mrd. USD) fast verneunfacht. Damit ist Nigeria das wirtschaftlich stärkste Land in Afrika – der Economist spricht sogar vom colossus of the continent“ (Gigant des Kontinents).   

Außerdem liegt Nigeria in der gleichen Zeitzone wie Deutschland. Wenn in Deutschland die Uhren auf Winterzeit gestellt sind, gibt es also keinerlei Zeitverschiebung. Lediglich in der Sommerzeit ist es in Nigeria eine Stunde früher als in Deutschland. Leider gibt es zudem immer noch große Probleme mit Kriminalität – weshalb unsere Büro in einer Gated Community stehen muss. Dennoch finden sich dort viele, gute IT Experten und andere Spezialisten. Zudem investiert der Staat erheblich in die Digitalisierung und IT-Ausbildung junger Menschen. Wir hoffen durch unsere faire Bezahlung und Sonderleistungen wie eine Krankenversicherung für jedes Mitglied in unserem Team dort einen kleinen, positiven Beitrag zur stabilen Weiterentwicklung zu leisten.

Was wir in Nigeria können

Wir haben dort hauptsächlich ITler sitzen und gleichzeitig das Potential, schnell neue Leute zu gewinnen. Im Gegensatz zu Deutschland übersteigt dort das Angebot an Fachkräften die Nachfrage durch Unternehmen. Einen genauen Überblick über die Serviceleistungen findest du unter https://gastrown.com/home/. 

Wie der Zufall so will, haben wir aber schnell eine weitere, interessante Möglichkeit entdeckt: vielen Unternehmen fällt der Markteintritt in Nigeria und ganz allgemein gesprochen Afrika äußerst schwer. Das liegt nicht zuletzt an fehlenden Netzwerken und mangelndem Wissen über Kultur und Gesetzeslage vor Ort. So kamen schnell einige Unternehmen auf uns zu und fragten, ob wir den Markteintritt in Nigeria organisieren können. Genaue Informationen können wir dazu hier nicht geben, aber im Hintergrund laufen hierzu bereits Verhandlungen. Auch das werden wir in Zukunft immer mehr in den Fokus nehmen, denn wir glauben das Nigeria im Besonderen und Afrika im Allgemeinen ein hochinteressanter Markt für deutsche und europäische Unternehmen ist. Wenn du daran Interesse hast, kannst du dich gerne auch bei uns melden. Dein Vorteil: wenn etwas nicht läuft, dann musst du nicht sofort nach Nigeria fliegen, sondern kannst uns direkt in Düsseldorf im Büro ansprechen- und wir kümmern uns um den Rest.

 

 

 

 

 

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