International aufgestellt

Du fragst dich, ob wir auch größere Projekte stemmen können? Wie sollen eine Frau und sechs Männer mehr als ein paar Websites pro Monat bauen? Vielleicht fragst du dich auch, wie eine Frau sechs Männer aushält. Die erste Frage ist schnell beantwortet: internationale Vernetzung und ein eigenes Entwicklerbüro. Die zweite Frage zu beantworten ist komplizierter und eher ein Thema für eine Doktorarbeit.

Also zurück zur ersten Frage. Unsere Entwicklerteams sitzen in Nigeria, Rumänien und in Russland. Das ermöglicht uns den Bedarf an Entwicklern zu decken. In Deutschland ist das kaum möglich.

 

Rückschritt war gestern. Fortschritt ist heute: Welcome to Nigeria

Bisher haben weniger entwickelte Nationen dadurch aufgeholt, dass sie die Entwicklungsschritte anderer Nationen nachgegangen sind. Dies hieß oft für ganze Generationen monotone Fabrikarbeit, damit die nächste Generation es – hoffentlich – besser hat. Das erinnert nicht zu unrecht an den Manchesterkapitalismus. Ist Afrika also die nächste ‚‚Werkbank der Welt” mit all den sozialen Nebenfolgen? Dank der Digitalisierung kann die Antworten lauten: Nein. Denn: ob von einem Laptop aus in Afrika, Asien oder Europa programmiert wird, ist der Programmiersprache recht egal. Und: während in Deutschland Fachkräftemangel herrscht, gibt es in Afrika viele junge, gut ausgebildete IT-Spezialisten, die nur darauf warten loslegen zu können.

Nigeria hat dies erkannt und fördert – unter anderem durch das ‚‚ Smart Nigeria Digital Economy Project” – intensiv die Digitalisierung. Während sich das kaufkraftbereinigte BIP in den letzten 20 Jahren fast verdreifacht hat, hat das Land intensiv in die Ausbildung der durchschnittlich sehr jungen Bevölkerung investiert. Insbesondere in den Bereichen Software Development, Programmierung, Network Development und Cybersecurity wurden so zahlreiche Menschen ausgebildet.

Deshalb haben wir in Nigeria ein Büro für IT-Entwicklungen gegründet. So haben wir gleichzeitig den afrikanischen Markt im Blick. Das lohnt sich doppelt: wir sehen, was dort Innovatives entwickelt wird und wir sehen, was dort gut ankommt.

Kapazitäten schaffen: Kooperationen mit Rumänien

Um neben Afrika Insights in osteuropäische Märkte zu gewinnen und gleichzeitig bei Bedarf skallieren zu können, haben wir uns zu einer Kooperation mit einem Entwicklerbüro in Rumänien entschieden. Ähnlich wie im Falle Nigerias erfahren wir so durch den Austausch mit den Entwicklern vor Ort, welche Technologien in Osteuropa entstehen und welche sich dort gut verkaufen. Und größere Entwicklungen können wir – falls wir in Deutschland und Nigeria ausgelastet sind – dort in Auftrag geben.

Brewery goes Russia – hinter dem Ural liegt Glasfaser

Ähnlich wie im Falle Nigerias ist Russland in der Digitalisierung deutlich weiter fortgeschritten, als viele vielleicht denken. So kann man in Russland bereits seine Steuererklärung am Smartphone machen. Außerdem entwickeln russische Firmen – nicht selten zusammen mit europäischen und sogar deutschen Industrieriesen – Lösungen für das 21. Jahrhundert. Beispielhaft lässt sich hier die Kooperation von Siemens mit Kaspersky Lab (IT-Unternehmen) und ITELMA (Logistik-Unternehmen) bei dem Aufbau der russischen Industrie 4.0 nennen.

Als wir uns für eine Kooperation mit dem russischen IT-Unternehmen SKB Kontur in Jekaterinburg entschieden haben, spielten schließlich die gleichen Faktoren wie im Falle Rumäniens eine Rolle: Insights in die dortigen Märkte und Skalierbarkeit. Da SKB Kontur aber keine ‚‚Entwicklerbude” ist, sondern ein Konzern mit 9200 Angestellten, können wir so wirklich große Projekte in Angriff nehmen.

Euch interessiert, wie wir so schnell ein internationales Netzwerk aufbauen konnten? Dies hat unter anderem mit unserem divers-aufgestellten Team zu tun. Die genaue Story erfahrt ihr aber in Kürze in unserem Blog.

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