Per QR-Code zum Bierchen: die Digitalisierung erreicht die Gastronomie

Es ist ein warmer Sommerabend im Jahr 2015 und du triffst dich mit deinen Freunden im Biergarten. Du kannst es kaum erwarten denn gleich bekommst du dein wohlverdientes Feierabendbier. Das Problem: es ist Freitag, 20 Uhr und mindestens 30 andere Besucher wollen das Gleiche. Nach 10 Minuten kommt endlich eine Kellnerin. Die Kellnerin wiederum muss eure Bestellung aber auch noch an der Bar abgeben. Bis zu deinem Bier dauert es also eine ganze Weile.  

Effizienter, entspannter und trotzdem menschlich

Stell dir die gleiche Szenerie im Jahr 2021 vor. Der Biergarten ist digitalisiert. Du scannst entspannt den QR Code an deinem Platz ein und gelangst auf die virtuelle Menükarte. Die Kellnerin und die Bar erhalten deine Bestellung in Echtzeit auf ihr Tablet. Außerdem entscheidest du dich dazu, noch Salat dazu zu ordern. Auch hierfür reicht ein einfacher klick auf das passende Icon in der Karte – und im selben Moment beginnt die Küche mit der Zubereitung.

Wir sehen: Natürlich wird weder dein Stammwirt noch deine Lieblingskellnerin von Robotern ersetzt – die Digitalisierung macht den ganzen Prozess lediglich entspannter und effizienter. Und: nicht nur der Bestellvorgang wird einfacher. Die Digitalisierung optimiert viele Prozesse in der Gastronomie.

Optimale Nutzung der Ressourcen

Der eben-beschriebene Vorgang geht hinter den Kulissen weiter. Der bestellte Salat und das Bier werden von dem virtuellen Lagerhaus – einem digitalen Abbild sämtlicher Lagerbestände -in Echtzeit abgebucht. Da dies mit allen Bestellungen passiert, entstehen so wertvolle Daten. Diese können ausgewertet werden, damit die Abläufe immer weiter optimiert werden. Wenn sich zum Beispiel dein Lieblingsrestaurant überlegt, wie viel Wein, Käse und co es für das Wochenende im Lager braucht, kann es diese Entscheidungen mittels genauer Daten vergangener Wochenenden und den Wetterprognosen für das kommende Wochenende treffen. Die prognostizierten, erwarteten Sollbestände können dann mit den Istbeständen abgeglichen werden und die Bestellung kann -theoretisch ganz automatisch-digital bei den Zulieferern erfolgen.

Natürlich hört die Digitalisierung an dieser Stelle nicht auf: Weiter kann errechnet werden, wie viel Salat vorbereitet werden soll und wie viel Personal vor Ort sein muss. Dabei gewinnen alle: Der Gast wartet kürzer, hat seltener das Problem, dass sein Leibgericht vergriffen ist und kann theoretisch schon von zu Hause aus vorbestellen. Der Gastronom kann viel genauer und einfacher prognostizieren. Er spart Zeit und Geld und muss abends um 20 Uhr niemanden zur Metro schicken, um kurzfristig Fleisch nachzukaufen. Das Personal muss sich seltener auf Abruf bereithalten, weil die Kalkulation wie viel Personal benötigt wird deutlich genauer ist. Außerdem gewinnt die Umwelt, da weniger weggeschmissen wird.

Das war natürlich nur ein kurzer Umriss. Es ist noch deutlich mehr möglich. Was glaubst du, wie wird die Digitalisierung die Gastronomie noch verändern? Lasst uns doch einen Kommentar da.

Schreib uns!